Alex Bannes

Stell dir vor, du bist dafür zuständig, dich um eine hilfsbedürftige Person zu kümmern, sie zu betreuen, alles zu tun, damit sie ein gutes Leben führen kann und dass es ihr an nichts fehlt. Stell dir nun vor, diese Person bist du selbst. Jemand (das Leben) hat dir die Aufgabe gegeben, dich richtig gut um dich selbst zu kümmern, sozusagen dich selber zu betreuen: und zwar von morgens bis abends.
Das betrifft deine Gesundheit, deine Nahrung, deine Beziehungen, deine Ausbildung und die Berufswahl, erfüllende Freizeitbeschäftigungen, deine Wohnung/Haus und einen guten Plan und Sinn im Leben. Mit anderen Worten: Für dich selbst sorgen heißt, deine Bedürfnisse zu erfüllen, dass du ein glückliches und sinnerfülltes Leben führst und es dir an nichts fehlt.

Macht Selbstfürsorge egoistisch?

Viele befürchten, dass sie zu Egoisten werden, wenn sie sich zu sehr mit sich selbst beschäftigen, und sich dann nicht mehr um andere kümmern. Dem liegt ein Missverständnis zu Grunde: Es geht nicht darum, sich nur noch um sich zu kümmern, sondern darum, selbstverantwortlich für die Erfüllung meiner Bedürfnisse zu sorgen. Wenn ich das tue, bin ich zufriedener und ein sehr viel angenehmerer Mitmensch für andere. Ich bin dann freier und auf Augenhöhe mit meinen Mitmenschen, denn fühle mich wertvoller und selbstbewusster. Ich bin dann nicht mehr davon bhängig, dass mich andere gut behandeln, anerkennen und meine Erwartungen erfüllen. Andereseits kann ich dann Anerkennung und Lob mehr wertschätzen und leichter annehmen, weil ich mir meines Wertes bewusst bin.
Mit anderen Worten: ich verhalte mich erwachsener und kann deswegen auch für andere eine bessere Unterstützung sein, wenn ich mich dafür entscheide.
Die Antwort auf die Frage oben lautet also: Nein, es macht eher liebe- und verständnisvoller.

Wie genau sieht Selbstfürsorge aus?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt von den jeweiligen Bedürfnissen ab, die ich gerade habe. Es fängt an bei den Grundbedürfnissen wie Wohnung, Essen, Trinken, Gesundheit, genügend und guter Schlaf und geht weiter zu den „höheren“ Bedürfnissen wie z.B. soziale Zugehörigkeit, Anerkennung und Selbstverwirklichung. 
Wenn jemand gut für sich sorgen kann, hört sie oder er auf die im Vordergrund stehenden eigenen Bedürfnisse und kümmert sich darum, dass sie erfüllt werden. Das heißt dieser Mensch wird alle Bereiche seines Lebens so gestalten, dass er sich wohlfühlt und es ihm gut geht.

Kann man Selbstfürsorge lernen?

Ja! Und zwar in jedem Lebensalter. Oft ist es wichtig, erst ein wertschätzendes, liebevolles Verhältnis zu sich selbst aufzubauen. Denn dann ist es leichter, für sich selbst du sorgen. Wenn du dich selbst wertschätzt, wirst du auch im Herzen wissen, dass du es verdient hast, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und mehr Gewicht darauf legen, alles dafür zu tun.
Ich selbst habe mich immer wieder mal mit diesem Thema beschäftigt. Es ist ein spannendes und ein großes Thema. Es hat viel mit den Fragen zu tun: Was will ich eigentlich wirklich? Und: Was tut mir gut und was nicht? Und dann Entscheidungen zu treffen und aktiv zu werden.
Manchmal ist es auch angesagt, andere um Hilfe zu bitten, wenn ich gerade nicht weiß, wie ich etwas alleine hinbekomme. Wenn du besser für dich sorgen können möchtest, gerade aber nicht weißt, wie du das umsetzen kannst, passt vielleicht ein intensives Coaching, das dein Selbstbild transformiert und vieles andere. Für ein  konstenloses und unverbindliches Erstgespräch klicke einfach unten auf den Button und sichere dir einen Termin.

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